Berufsbildung

EuWeCo gGmbH
Europäische-Werkstätten-Cooperation gGmbH

Firmensitz Gerolstein
Vulkanring 7
54568 Gerolstein
06591-16-0
06591-16-111

Standort Weinsheim
Industriestr. 1a
54595 Weinsheim
06551-14737-0
06551-14737-12


 

Standort Daun-Pützborn
Hamsterweg 6
54550 Daun-Pützborn
06592-1732-11
06592-1732-33

 

 

Foto: S.Hofschlaeger - www.pixelio.de
 

Konzept Berufsbildungsbereich

Das folgende Schema stellt den Maßnahmeablauf im Eingangverfahren und Berufsbildungsbereich dar, sobald ein Reha-Kunde durch den Fachausschuss aufgenommen wurde:
Die Beschäftigung in einer WfbM gliedert sich in drei temporäre Abschnitte, wobei im so genannten "Eingangsverfahren" festgestellt werden soll, "ob die Werkstatt die geeignete Einrichtung für die Teilhabe des behinderten Menschen ist sowie welche Bereiche der Werkstatt und welche Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben für den behinderten Menschen in Betracht kommen."
In der Regel ist die Dauer des Eingangsverfahrens auf drei Monate festgelegt. Dieser Zeitraum kann, gemäß 40 Abs. 2 SGB IX, je nach Einzelfall auf bis zu vier Wochen verkürzt werden. Am Ende des Eingangsverfahren wird gemeinsam mit dem Reha-Kunden, dem zuständigen Gruppenleiter des Berufsbildungsbereiches sowie dem Sozialen Dienst ein Bericht zum Eingangverfahren sowie eine Kompetenzanalyse erstellt, worin die bis dato festgestellten individuellen Fähigkeiten des Einzelnen sowie seine Ziele für das kommende Jahr im Berufsbildungsbereich thematisiert und festgehalten werden. Diese individuelle Planung sowie eine Empfehlung bezüglich der Maßnahmefortführung im Berufsbildungsbereich wird an den zuständigen Kostenträger übermittelt.

An das Eingangsverfahren schließt sich nahtlos der "Berufsbildungsbereich" an, indem es noch einmal darum geht, individuelle Fähigkeiten zu identifizieren und unter Anderem in Einzelmaßnahmen zu fördern, um auf diese Weise einen geeigneten Arbeitsplatz für den jeweiligen Kunden zu finden ( 40 SGB IX).
Der Reha-Kunde hat ausgehend von seinem individuellen Bedarf und seinen eigens formulierten Zielen die Möglichkeit verschiedene Basis- und Vertiefungskurse in den Bereichen Holz, Metall, Produktion, Hauswirtschaft, Verwaltung und Grün- und Flächenpflege zu absolvieren. Diese Qualifizierungskurse werden nach Vorlagen aus "Aktionbildung" gestaltet. Auch die Fachkraft für Integration kann bereits ab diesem Zeitpunkt involviert werden, so dass bei geeigneten Reha-Kunden möglichst frühzeitig mit integrativen Bemühungen begonnen werden kann. Neben den Beobachtungen im Arbeitsalltag und den Ergebnissen aus den Basis- und Vertiefungskursen finden auch diverse Testverfahren ihre Anwendung, hiervon exemplarisch zu nennen sind der Hamet-Test, der U-Form-Test sowie die Durchführung von ZERA-Modulen.
Am Ende des ersten Jahres im Berufsbildungsbereich wird ein personenzentrierter Teilhabeplan erstellt. Hierfür beurteilen in einer Kompetenzanalyse einerseits der zuständige Gruppenleiter sowie falls möglich der Reha-Kunde in Form einer Selbsteinschätzung erneut die individuellen Fähigkeiten in den Bereichen berufliche Fähigkeiten, Arbeitsverhalten, Soziale Kompetenzen, lebenspraktische Fähigkeiten/Kulturtechniken und Persönlichkeitsbereich. Im Anschluss findet ein gemeinsames Gespräch aller Beteiligten mit dem Sozialen Dienst statt. In diesem Gespräch werden die verschiedenen Einschätzungen besprochen und die individuellen Fähigkeiten aber auch Einschränkungen näher beleuchtet. Gemeinsam werden dann Ziele für den weiteren Maßnahmeverlauf formuliert sowie notwendige Hilfen im Einzelnen hierfür geplant. Die Ergebnisse werden in Form eines individuellen Eingliederungsplanes zusammengetragen. Der Reha-Kunde ist in die Erstellung des gesamten Teilhabeplans involviert. Es wird besonderen Wert auf eine personenzentrierte Dokumentation und Planung gelegt, in der der Reha-Kunde gemäß seines Wunsch- und Wahlrechtes, selbstbestimmt mitspricht.